Kompost-Tee (Standard)

Die Grundbestandteile sind Regen- oder Brunnenwasser[1], Kompost und Melasse. Während des Extraktionsvorganges, indem dem KompostTee-Brauer über eine Pumpe Luft zugeführt wird, werden Mikroorganismen (Bakterien, Pilzen, Protozoen und Nematoden), Nährstoffe und pflanzenstärkende Stoffe unter aeroben Bedingungen in die Flüssigkeit extrahiert.

 

Das Grundrezept für 100l KompostTeeAnsatz
100 l chlorfreies Wasser[1]  (Regen- oder Brunnenwasser)
500 g Kompost
500 g Melasse (Zuckerrübensirup)

Frau Dr. Ingrid Hörner empfiehlt als Zusatzstoffe:
250 g Gesteinsmehl
50 g BioAktiv

 

Notwendige Geräte
120 l KompostTee-Kessel 
1x Tauchheizung 100-150 W [2]
1x Teichbelüfterpumpe[3]

 

Zubereitung
chlorfreies Wasser[1] einfüllen,
Melasse zugeben ( in lauwarmen Wasser auflösen)
Kompost zugeben (in einem Teebeutel[4])
Temperatur auf 25° C einstellen
Belüfterpumpe einschalten
12-18 Stunden belüften

 

KompostTeeAnwendung
KompostTeeAnsatz ablassen und durch ein Sieb filtern[5]
Lösung mit chlorfreiem Wasser verdünnen [6]
Innerhalb von 4 Stunden ausbringen [7]

Komposttee-Kessel gründlich reinigen![8]

 

Aus 100 l KompostTeeAnsatz ergeben sich:

Anwendung
Ansatz
Mischung
Tee
Rate
Fläche
Giessen
100 l
1:5
600 l
1l/m^2[9]
600 m^2
Spritzen
100 l
1:10
1100 l
0,25l/m^2[10]
4400 m^2
Kompost
100 l
1:1
200 l
60l/m^3
6.5 m^3

 

[1] gechlortes Leitungswasser sollte 12 Stunden vorher eingefüllt werden und ungefähr 4 Stunden vor Beginn der KompostTee-Herstellung mit dem KompostTee-Kessel belüftet werden.
[2] bei entsprechenden Aussen- oder Raumtemperaturen kann die Tauchheizung entfallen. An Alternativen arbeiten wir noch.
[3] die Luftleistung/Minute entspricht in etwa dem Wasservolumen (bei 100l Komposttee ungefähr 6000l/h)
[4] Teebeutel (Leinensäckchen, Wäschenetz, Damenstrümpfe,…)
[5] Soll der Kompost-Tee gespritzt werden, empfiehlt es sich die Lösung beim Ablassen noch einmal durch einen Feinfilter zu leiten (bei kleineren Anlagen reicht ein Baumwohltuch oder ein Nylon-Spitzsieb aus der Honigproduktion)
[6] Giessen bei Bodenbehandlung 1:5, Spritzen bei Blattbehandlung 1:10, Starter für Kompostansatz 1:1, bei den benötigten Mengen braucht man Regentonnen oder einen eigenen Brunnen
[7] Danach sterben die Mikroorganismen langsam wieder ab, wenn sie nicht nachgefüttert werden.
[8] Eine umgehende Reinigung ist zu empfehlen, da sich dann die Rückstände leicht mit Wasser entfernen lassen.
[9] Frau Dr. Ingrid Hörner empfiehlt 2l Ansatz auf 100 m^2 (Mischung 1:5 – 1:10) macht eine Rate von 0,12 – 0,22 l/m^2
[10] Frau Dr. Ingrid Hörner empfiehlt 0,5l Ansatz auf 100 m^2 (Mischung 1:10) macht eine Rate von 0,055 l/m^2

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Eine Antwort auf Kompost-Tee (Standard)

  • Max Melcher sagt:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    im Rahmen eines Entwicklungszusammenarbeitsprojekts zwischen der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg und einer CBO (Tahidi) in Mwingi, Kenya bin ich auf Ihre Website aufmerksam geworden.

    Wir wollen zusammen mit unseren kenianischen Kollegen Umweltbewusstsein in den Schulen vor Ort fördern und sind hierbei auf der Suche nach verschiedenen kleineren Projektideen, die dann in Umwelt-AGs oder im Schulalltag umgesetzt werden können.

    In vielen Schulen gibt es schon so etwas wie ein Schulbeet oder einen kleinen Schulgarten. Da sich der Ort in einer sehr trockenen Gegend befindet, ist die Vegetation vor allem in den Trockenzeiten sehr beinträchtigt.

    Die Möglichkeit Kompost-Tee zu verwenden finde ich sehr interessant und meine Frage wäre, ob es eine Möglichkeit gibt, dies in einer sehr einfachen und trotzdem wirksamen Variante vor Ort umzusetzen. (Beispielsweise ist es schwierig an eine Wasserpumpe oder eine Tauchheizung zu kommen.)

    Über eine Experteneinschätzung oder andere hilfreiche Tipps würde ich mich sehr freuen.

    Beste Grüße,

    Max Melcher

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